Im Laufe meiner Ausbildung haben sich für mich folgende Arbeitsschwerpunkte für meine Tätigkeit als Klinische Psychologin, als auch Gesundheitspsychologin herauskristallisiert. 


Aggression

“Ich habe mich nicht unter Kontrolle”

Personen, die unter starker Anspannung leiden und bisher noch nicht das geeignete Ventil gefunden haben, diese zu reduzieren, haben manchmal damit zu kämpfen ihre Aggression unter Kontrolle zu halten. Dieser Umstand führt oftmals zu starken Konflikten im sozialen Umfeld der Betroffenen. In der Behandlung werden Risikosituationen identifiziert, Anspannungsebenen erläutert sowie die Ebenen und Funktionen von Wut bzw. Aggression besprochen, um geeignete Strategien zur Anspannungsreduktion zu erlernen.

Außerdem kommen folgende Behandlungselemente zum Einsatz: Entspannungstechniken sowie die Förderung emotionaler Kompetenzen


Angst

“Ich will nicht, dass Angst mein Leben bestimmt”

Probleme, die mit Ängsten in Verbindung stehen sind sehr häufig. Außerdem können sie sich in verschiedenen Bereichen bemerkbar machen und das eigene Leben stark einschränken, sodass die Lebensqualität enorm darunter leidet. 

  • Soziale Phobie: Beispielsweise kann es jemandem große Angst bereiten vor anderen Menschen zu sprechen, zu essen oder zu schreiben. Starke Befürchtungen negativ von anderen bewertet zu werden können dazu führen, dass versucht wird solche Situationen gänzlich zu vermeiden oder es nur möglich ist diese unter starker Anspannung oder Angst durchzustehen.  
  • Panikstörung: Personen, die unter einer Panikstörung leiden empfinden plötzlich und ohne dass eine reale Gefahr vorliegt einen Ansturm intensiver Angst. Diese Angstanfälle sind von intensiven Körpergefühlen begleitet (erhöhter Herzschlag, Beklemmungsgefühl in der Brust, Schwitzen, etc.). Oft kommt es dazu, dass Situationen in denen das erste Mal ein Angstanfall erlebt wurde vermieden werden, wie zum Beispiel öffentliche Verkehrsmittel, in einer Schlange anstehen, etc.
  • Spezifische Phobie: Diese Form der Angst betrifft Personen, die starke Angst vor bestimmten Reizen (Tiere, Höhen, Fliegen, Spritzen, Blut) haben und versuchen diese gänzlich zu vermeiden. 

In der Angstbehandlung konnte ich gute Erfolge mit Entspannungstechniken, Konfrontationsbehandlung sowie kognitiver Umstrukturierung erzielen. 


Depression

“Ich kann keine Freude mehr empfinden oder fühle mich ständig gereizt”

Depressive Menschen werden ungerechterweise oft mit dem Vorurteil faul zu sein konfrontiert. Fakt ist jedoch, dass Personen, die unter depressiven Lebensphasen leiden mit sehr belastenden Symptomen zu kämpfen haben, die ihre Lebensqualität stark einschränken, wie beispielsweise:

  • Negative Stimmung
  • Verlust an Freude
  • Verminderter Antrieb
  • Appetitveränderung
  • Libidoverlust
  • Schuldgefühle
  • Verminderter Selbstwert

Hier können unter anderem Techniken wie kognitive Umstrukturierung, Aufbau positiver Aktivitäten, Selbstwerttraining, aber auch Biographiearbeit (z.B. anhand eines Genogramms) wirksam eingesetzt werden. 


Essstörungen

“Bei mir dreht sich alles nur um das Thema Essen”

Störungen, die das Essverhalten von Personen betreffen, können unter anderem durch unrealistische gesellschaftliche Schönheitsideale beeinflusst werden. Gewichtsreduzierende Maßnahmen, wie z.B. übermäßig Sport zu betreiben oder sich nach dem Essen zu übergeben können sich zu suchtartigen Verhaltensweisen entwickeln. Folgende psychische Erkrankungen stehen mit dem Thema Essen in Zusammenhang:

  • Anorexie: Betrifft Personen, die sich stark mit der Gewichtsabnahme beschäftigen. Neben der Vermeidung von hochkalorischen Lebensmitteln, betreiben Betroffene häufig exzessiv Sport um weiter abzunehmen, obwohl Schädigungen des Körpers eingetreten sind. 
  • Bulimie: Bei diesem Krankheitsbild wird versucht durch Erbrechen im Anschluss an Essattacken Gewicht zu reduzieren bzw. nicht zuzunehmen. 
  • Binge Eating: Hierbei leiden Personen unter regelmäßigen Heißhungeranfällen und haben das Gefühl keine Kontrolle über ihr Essverhalten zu haben. 

Im Rahmen der Behandlung von Essstörungen erweisen sich das Selbstwerttraining, die Förderung emotionaler Kompetenzen, die Verhaltensanalyse sowie die Biographiearbeit anhand eines Genogramms als hilfreich.


Mensch-Tier Beziehung

“Mein Hund ist verstorben und ich versinke in Trauer”

Hunde werden als die treuesten Gefährten des Menschen beschrieben. Studien zeigen, dass beispielsweise der Verlust eines Hundes die Hinterbliebenen sehr stark aus der Bahn wirft, da ein wesentliches Familienmitglied vermisst wird und ebenso die Tagesstruktur der Betroffenen von heute auf morgen auf den Kopf gestellt wird. Dementsprechend haben Personen, die ein geliebtes Haustier verloren haben die Möglichkeit bei mir eine Behandlung in Anspruch zu nehmen. Ebenso wenden sich Personen an mich, die z.B. aufgrund von eigenen Ängsten starke Verunsicherung bei ihrem Haustier bemerken, sodass dieses unerwünschte Verhaltensweise entwickelt (z.B. das Anbellen von fremden Personen). Darüber hinaus sind Personen mit folgenden Themen bei mir willkommen: Animal Hoarding, Pet Loss, Burnout bei TierärztInnen und jeglichen Anliegen, die in den Bereich Mensch-Tier Beziehung fallen.  


Partnerschaft

“Wir streiten nur noch miteinander”

Innerhalb von beispielsweise langjährigen Partnerschaften wird der Umstand füreinander da zu sein oft als selbstverständlich angesehen. Dabei wird vergessen, dass gerade eine Partnerschaft viel Arbeit bedeutet, die natürlich dann auch durch ein harmonisches Miteinander belohnt wird. Ebenso wie wir an der Beziehung zu uns selbst arbeiten und unseren Selbstwert beispielsweise trainieren können, ist es möglich gemeinsam an der eigenen Partnerschaft zu arbeiten.

Beispielsweise können im Rahmen der Behandlung  Kommunikationsmuster, soziale Kompetenzen, Konfliktmanagement, das Formulieren von Emotionen und Bedürfnissen geübt und verbessert werden.


Persönlichkeit

“Ich mache mich häufig sehr abhängig von anderen Menschen”

Persönlichkeit wird als stabiles, situationsübergreifendes Muster verstanden. Das bedeutet, dass Menschen aufgrund ihres Persönlichkeitsstils über verschiedene Situationen hinweg in ähnlicher Art und Weise reagieren. Manche Persönlichkeitsstile können jedoch zu einem Leidensdruck bei Betroffenen führen, wie beispielsweise solche, die mit starker Verunsicherung oder zwanghaften Verhaltensweisen in Verbindung stehen. Innerhalb der Behandlung möchte ich Sie dabei begleiten einen positiven Umgang mit Ihrem individuellen Persönlichkeitsstil zu entwickeln. 

Dabei können beispielsweise auch Techniken wie Biographiearbeit anhand von Genogrammen, die Förderung von emotionalen Kompetenzen und sozialen Kompetenzen sowie Selbstwerttraining eingesetzt werden. 


Schmerz

“Ich kann nichts mehr machen, das mir früher Freude bereitet hat – ständig habe ich Schmerzen”

Menschen, die ständig von Schmerzen (mit oder ohne medizinische Ursache) begleitet werden, erleben starke Einschränkungen in ihrem Leben. Sie können in vielen Fällen aufgrund der Schmerzen weder ihren Beruf ausüben, noch geliebten Hobbys nachgehen.  Darüber hinaus kann das soziale Umfeld die Sorgen, die mit dem andauernden Schmerzerleben in Verbindung stehen, oftmals nicht tragen was wiederum zu Verzweiflung und sozialem Rückzug bei Betroffenen führen kann. 

In der Schmerzbehandlung legen wir unter anderem gemeinsam den Fokus auf Selbstwerttraining, Entspannungstechniken, Verhaltensanalyse sowie auf die Förderung emotionaler Kompetenzen und sozialer Kompetenzen. Ebenso liegt ein Schwerpunkt auf dem Thema Stressbewältigung (z.B. Erkennen der eigenen Frühwarnsignale, Pausenmanagement, etc.). ,


Selbstwert

“Ich hinterfrage mich ständig und kann mir selbst nichts Gutes abgewinnen”

Personen, die unter einem geringen Selbstwert leiden sind sehr gut darin, sich stark und oftmals in ungerechtfertigter Weise zu kritisieren. Es fällt ihnen schwer eigene Erfolge auch als solche anzuerkennen, gleichzeitig ist es für Betroffene eine Leichtigkeit sich Misserfolge selbst zuzuschreiben. Häufig können auch Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen bestehen, wie zum Beispiel, dass es Betroffenen schwer fällt Nein zu sagen, sich durchzusetzen oder ihre Bedürfnisse zu formulieren.

In der Behandlung arbeiten wir gemeinsam daran, dass Sie eine positive Beziehung zu sich selbst entwickeln, Sie es schaffen, für sich selbst einzustehen, es Ihnen möglich wird, Ihre Grenzen zu verteidigen und positive Qualitäten Ihrerseits auch als solche anzuerkennen.

Des Weiteren werden auch das Selbstwerttraining, der
Aufbau positiver Aktivitäten, die Förderung emotionaler Kompetenzen sowie sozialer Kompetenzen als auch Entspannungstechniken in die Behandlung integriert.  


Stress

“Sogar Kleinigkeiten bringen mich aus der Fassung und ich bin unfähig mich zu entspannen”

Gesellschaftlich wird Stress oftmals als etwas Erstrebenswertes gesehen. Ständig zu Leisten und die Bereitschaft noch mehr zu tun stehen oft in Verbindung mit sozialer Bewunderung. Dabei wird vergessen, dass eine Balance zwischen Erholung und Leistung eine wesentliche Voraussetzung für eine langfristige Leistungsfähigkeit darstellt. Betroffene, die unter enormer Erschöpfung leiden haben häufig verlernt ihre eigenen Belastungsgrenzen rechtzeitig zu erkennen. Außerdem fehlt es oft an Strategien den eigenen Energiehaushalt wieder aufzuladen. 

In der Behandlung werden unter anderem folgende Themen behandelt sowie folgende Techniken eingesetzt: Identifikation der eigenen Belastungsgrenzen und Stressoren, Pausenmanagement, Aufbau positiver Aktivitäten, Entspannungsverfahren sowie kognitive Umstrukturierung. 


Zwang

“Ich habe es satt, dass meine Zwänge mich so stark einschränken”

Leiden Personen unter einer Zwangsstörung, fühlen sie sich gezwungen bestimmte Verhaltensweisen immer wieder durchzuführen oder werden von unkontrollierbaren Gedanken geplagt. Beim Versuch sich gegen die eigenen Zwänge zu wehren, erleben Betroffene starke Angst. Diese Verhaltensmuster oder Gedanken können zu einer starken Einschränkung der Lebensqualität führen. Typische zwanghafte Verhaltensweisen sind beispielsweise:

  • Zählen
  • Ordnen
  • Reinigen, Waschen

Folgende Techniken haben sich innerhalb der psychologischen Behandlung als hilfreich erwiesen: Konfrontationsbehandlung, kognitive Umstrukturierung, Entspannungstechniken, etc.